Neurologische Behandlung

Bei der Neurologie handelt es sich um ein Teilgebiet der Medizin, das sich mit Erkrankungen des Nervensystems befasst. Dazu gehören unter anderem die oben genannten Erkrankungen. Im Vordergrund der Behandlung steht die Beratung zu gesunden Verhaltensweisen und ggf. die Verordnung von Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie. Während sich bis vor wenigen Jahrzehnten die neurologisch Therapie darin im Wesentlichen erschöpfte, steht heute für eine Reihe von Erkrankungen ein Arsenal hochwirksamer Medikamente zur Verfügung. Diese werden in Form von Tabletten, Spritzen oder Infusionen verabreicht.

Medikamentöse Therapie

Die meisten neurologischen Krankheiten werden mit Verabreichung von Medikamenten behandelt. Allgemein versteht man unter Medikamenten Mittel mit Heilungs- oder Verhütungseigenschaft gegen Krankheiten. Nur wenn ein Arzneimittel hinreichend auf sämtliche Wirkungen und Nebenwirkungen überprüft wurde, darf es zugelassen und verschrieben werden. Der zuständige Arzt muss im Rahmen einer medikamentösen Behandlung einerseits die zu behandelnde Krankheit präzise diagnostizieren, um dann das dafür passende Medikament verschreiben zu können, andererseits sich aber auch über alle möglichen Nebenwirkungen bewusst sein und sicher stellen, dass diese kein unverhältnismäßig hohes Risiko für seinen Patienten darstellen. Wichtige medikamentös zu behandelnde Erkrankungen sind: MS, Epilepsie, Parkinson, Demenz, Schlaganfall, Migräne, Neuralgien, u.v.a. mehr. Mit Zunahme der Wirksamkeit der Medikamente ist auch der Sicherheitsaufwand größer geworden. Im Rahmen der Einstellung auf das MS-Medikament Gilenya beispielsweise gewährleistet die Praxis eine mindestens 6-tündige Überwachung des Patienten bei Erstgabe.

Injektion- Infusion

Bei einer Injektion werden gelöste oder suspendierte Arzneimittel über eine Spritze in den Körper geführt. Das Einbringen kann je nach Behandlungszweck auf verschiedene Weisen erfolgen. Eine subkutane Injektion wird in das unter der Haut liegende Fettgewebe appliziert. Direkt in einen Skelettmuskel (in der Regel Gesäß, Oberarm oder Oberschenkel) geht die intramuskuläre Injektion, die bei langsamen und lang anhaltenden Wirkungseintritten sinnvoll ist und beispielsweise bei einigen Schmerzmitteln benutzt wird. Eine intravenöse Einführung erfolgt in ein Venenblutgefäß. Hier erwünscht man sich eine besonders schnelle aber wohldosierte Wirkung. In der Praxis werden insbesondere für die MS die subcutane und intramuskuläre Injektion verordnet und durch eine erfahrene MS-Nurse geschult, sodaß die Anwendung später selbst erfolgen kann. An Infusionen werden vor allem MS-Therapeutika wie Kortison, Tysabri und Lemtrada verabreicht und ggf. die erforderlichen Nachkontrollen durchgeführt.

Patientenschulung

In der neurologischen Praxis handelt es sich überwiegend um chronische Erkrankungen, bei denen die Information und Mitarbeit der Patienten (Compliance) entscheidend für den Erfolg ist. Daher finden seitens der Praxis regelmäßige Patientenschulungen zu verschiedenen Erkrankungen statt, sowohl in den Praxisräumen wie auch in Zusammenarbeit mit Volkshochschule, Klinikum und externen Sponsoren.


Bitte vereinbaren Sie einen Termin

Um unnötige Wartezeiten zu vermeiden, bitten wir Sie, rechtzeitig einen Behandlungstermin mit uns auszumachen. In Notfällen sind selbstverständlich kurzfristige Termine nach Rücksprache möglich. An praxisfreien Zeiten wie mittwochnachmittags, nachts, an Wochenenden und Feiertagen wenden Sie sich in Notfällen bitte an die kostenpflichtige Notrufnummer

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